Ertrinken
Vom Wasser überwältigt werden — untergehen unter etwas, das zu viel ist, um den Kopf darüber zu halten.
Ertrinken im Traum ist das Traumbild des Untergehens unter etwas, das zu viel ist, um den Kopf darüber zu halten. Der Ertrinkende ist nicht zwangsläufig schwach; die Menge ist schlicht mehr, als der Körper bewältigen kann. Über die Kulturen hinweg ist Wasser das stehende Bild für Gefühl gewesen — das Unbewusste, die Trauer, die kollektive Stimmung — und zu ertrinken heißt, an dieses Element zu Bedingungen zurückgegeben zu werden, die Sie nicht gewählt haben. Der Traum bringt die Handlung, wenn etwas in Ihrem Leben — Trauer, Arbeit, eine Sucht, die Bedürfnisse eines anderen Menschen — über das Maß gestiegen ist, das Ihre gewöhnliche Kapazität freihalten kann. Ertrinken unterscheidet sich von bloßer Müdigkeit oder Traurigkeit: Ertrinken ist der genaue Augenblick, in dem mehr Anstrengung nicht mehr Luft erzeugt. Ein Ertrinken, in das eine Hand hineinreicht, ist der Traum, der Ihnen sagt, dass die Rettung verfügbar ist, wenn Sie sie zulassen; der Traum fragt, ob Sie angebotene Hilfe annehmen können. Ein Ertrinken, bei dem Sie aufgehört haben zu kämpfen und ruhig untergegangen sind, ist der Traum, der die Hingabe markiert — manchmal die Hingabe des Aufgebens, manchmal die tiefere Hingabe, die Genesung beginnt. Ein Ertrinken, bei dem niemand gerufen wird, ist der Traum, der vermerkt, dass das Untergehen im Schweigen geschieht und denen, die Sie herausziehen könnten, nicht gesagt wurde, dass das Wasser über Ihrem Kopf ist. Ein Ertrinken im flachen Wasser — Untergehen in einer Pfütze — ist der gezielte Witz des Traums über das Maß: die Menge, die Sie hinunterzieht, ist von außen klein und nur groß, weil Sie in ihr drinstecken.