Charakter

Tagundnachtgleiche

Der Tag, an dem Licht und Dunkelheit gleich sind — ein Scharnier im Jahr, an dem eine Seite beginnt, der anderen Platz zu machen.

Eine Tagundnachtgleiche im Traum ist das Bild des Lexikons für einen Scharniertag, an dem das Gleichgewicht zwischen zwei langen Kräften genau gleich ist und am nächsten Tag eine von ihnen zu gewinnen beginnen wird. Die Tagundnachtgleiche ist kein Krieg; sie ist ein Drehpunkt. Der Traum bringt sie, wenn etwas in Ihrem Leben — zwei Laufbahnen, zwei Städte, zwei Hälften eines Selbst — sich gerade an dem kurzen Punkt gleichen Gewichts befindet und die folgende Neigung das ist, was eigentlich gezeigt wird. Mit einem Ritual begangen ist der Traum, der bestätigt, dass der Moment der Gleichheit bezeugt wurde und die nächste Jahreszeit mit Wachheit betreten wird. Ganz übersehen ist der Traum, der vermerkt, dass der seltene Tag des Gleichgewichts unbemerkt vergangen ist und die begonnene Neigung erst Wochen später entdeckt wird, zu welchem Zeitpunkt die leichte Umkehrung vorbei ist.

Hinweis: Nur zur Unterhaltung und Selbstreflexion. Kein Ersatz für professionelle Beratung.